Memodo unterwegs: Trainingstage @ K2 Systems

Anpacken, tieftauchen und Einblicke ins Herstellerleben. K2 Systems veranstaltete Trainingstage für uns rundum seine Montagesysteme und digitalen Tools. Was haben wir gelernt? Und welche Tipps mitgenommen?

Das Memodo Team ging auf Reisen, genauer unsere Abteilungen Planung, Produktmanagement und Einkauf. Der Weg führte nach Renningen zu K2 Systems. Hier fanden 2 Trainingstage statt mit dem Ziel, die Standard-Produkte und Sonderlösungen live und in Farbe zu sehen, selbst beim Montieren Hand anzulegen und die digitalen Tools so richtig auszuchecken. So werden die Produkte nicht nur greifbarer, auch das Handling kann erfasst und mit Details und Tipps weitergegeben werden.

Für viele neue Kollegen*innen im Memodo Team sieht so eine ideale Vorbereitung auf den Alltag aus. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, enge Hersteller-Partner kennenzulernen und den persönlichen Draht fester zu ziehen.

Vom Lager zum Modelldach

Der Weg zu K2 Systems führte über eine verhältnismäßig freie Autobahn A8 ins idyllische Renningen bei Stuttgart. Dort angekommen besichtigten wir das Hauptlager, in dem hauptsächlich Klemmen, Dachhaken und Kleinteile untergebracht sind. Über einen Blick ins Videostudio von K2 Systems fuhren wir ins knapp 10 km entfernte Schienenlager. Dort fanden wir uns in einer gigantischen Halle wieder, die so groß ist wie 2 Fußballfelder. Hier lagern verschiedene Montageschienen für Dachsysteme, die täglich in aktuell bis zu 40 LKW verladen werden. Insgesamt verfügt K2 Systems in Deutschland im Moment über 7 Lagerstandorte.

Produktportfolio auf einen Blick

K2 Systems bietet Photovoltaik-Montagesysteme für verschieden Dacharten sowie Bodenklassen. Am Dach gehören Schrägdach- und Flachdachsysteme zum Angebot. Die Montagesysteme für Flachdächer eignen sich für Oberflächen wie Beton, Bitumen, Folien, begrünte Dächer, Kies oder auch Trapezblech. Für Schrägdächer bietet K2 Befestigungen für Trapezblech, Wellfaserzement, Dachziegel bzw. Dachsteine sowie Blechfalz. Dächer im Winkel von 0-45° können bebaut werden.

Montagesysteme und passende Dacharten

Aktuelle Montagesysteme und passende Dacharten, © K2 Systems

Dome 6.10 Xpress im Fokus

Ein spezielles Training gab es für das Dome 6.10 System, dem Flachdach-Allrounder von K2. Es gibt das Dome 6.10 Classic und die Xpress-Variante. Das D-Dome 6.10 System Xpress besteht aus 4 Komponenten inklusive vormontierter Schiene. Das Classic-System aus mehreren Einzelteilen, die du zusammensetzt. Mit dem Dome 6 System kannst du die Module einseitig (S-Dome 6) oder zweiseitig (D-Dome 6) oder in Kombination sowie mit 10° oder mit 15° aufständern.

Komponenten D-Dome 6 Xpress:

Komponenten D-Dome 6 Xpress, © K2 Systems

 

Komponenten D-Dome 6 Classic

Komponenten D-Dome 6 Classic, © K2 Systems

Bei einer Modulbreite von 950–1060 mm ergibt sich für diese Systeme ein Reihenabstand von ca. 2,3 m und ein Aufständerungswinkel von 10°. Bei einer Breite von 1061–1170 mm macht das ca. 2,5 m Reihenabstand und einen Winkel von 9°. Ein Mindestabstand zum Dachrand von 600 mm gilt.

Für das zweiseitig aufgeständerte D-Dome 6.10 System müssen mindestens 2 Aufständerungen zusammenhängend montiert werden. Damit die PV-Anlage sicher liegt, sind die Dachneigung, Gebäudehöhe und die Eindeckung wichtig. Das Dome 6.10. Xpress steht in 4 Montageschritten.

Das Dome 6.10 System passt für Flachdächer < 10° mit Folien- oder Bitumeneindeckung, auf Beton, Kies- oder Gründächer. Ballastiert und ohne Dachdurchdringung kannst du das System bei einer Dachneigung ≤ 3° verbauen. Mit Festanbindung über den Dome FixPro können dann Dachneigungen > 3° angegangen werden. Zulässige Modulmaße sind 1448-2390 × 950-1170 × 30-50 mm (L×B×H). Zugelassen ist die Klemmung an der kurzen Modulrahmenseite. Mit dem D-Dome 6.10 Xpress kannst du Modulfelder mit einer Länge und Breite von je 16 m umsetzen.

Bei der Classic-Variante liegt die Länge bei 12 m und die Breite bei 16 m, bevor eine thermische Trennung des Systems passieren muss. Alle Werte berücksichtig das Planungstool K2 Base automatisch, wenn du dein Projekt mit dem Dome 6 System planst und am Ende den Montage- und Ballastierungsplan erzeugst.

Übersicht Maße und Abstände D-Dome 6 und S-Dome 6, © K2 Systems

Selbst Handanlegen

Im ersten Schritt legten wir zusammen mit Rainer Burkhardt und Ronny Barner, Technical Sales bei K2, für das D-Dome 6.10 Xpress die Basisschiene auf den Boden. Sie ist vorkonfektioniert und bringt eine Mat S, die Trageelemente SD links und rechts und eine MidPlate mit. 2 Schienen haben wir mit Schienenverbindern inklusive Steckbolzentechnologie verbunden. Den Verbinder mit Langloch führten wir in die Schiene ein, befestigten ihn mit einem Bolzen und sicherten mit einem Splint.

Den Abstand der Schienen zueinander ermittelten wir über den Dome Speed Spacer. Wir nahmen mit der schmalen Seite zuerst die Modullänge auf, dann drehten wir den Spacer und schufen über das Einstecken der breiten Seite den Abstand der Basisschienen. Dann rasteten wir die MidPlates ein, beim D-Dome sind es 2 Peaks für die zweiseitige Auflage der Module.

Anschließend ballastierten wir mit dem SpeedPorter. Auch die Porter Short / Long / X-tra Long können hier verwendet werden. Eine Festanbindung ans Dach schufen wir nicht. Diese wäre aber mit dem Dome FixPro Set möglich. Mit dem Kabel Manager befestigten wird die Modulkabel direkt an der Unterkonstruktion, damit sie nicht in Kontakt mit Regenwasserpfützen kommen. Die ganze Montage nochmal im Video.

Montagesysteme und passende Dacharten

Memodos montieren

Montage Sonderlösung: Aufständerung auf dem Trapezblech

Hallendächer oder Carports werden immer wieder mit Trapezblech eingedeckt statt einer Bitumen- oder Folieneindeckung. Will man die Module auf 10 °aufständern, braucht es einer Kombi-Lösung: Wir belegten ein Modelldach inklusive mehrerer Trapezblechbahnen mit dem D-Dome 6 Classic System auf Basis des SpeedRail Systems.

Dazu befestigten wir die SpeedRail-Schiene zunächst mit SpeedClips. Den Tipp von Ronny ─ platziert zuerst die beiden äußeren Clips ─ setzten wir direkt um. Die SpeedClips brachten wir so an, dass das K2 Logo richtig zu lesen ist. Jeder 4. SpeedClip sollte verkehrtherum und zum Schluss gesetzt werden, um sicherzustellen, dass die Schiene nicht herausrutschen kann.

Silvio und Magdalena setzen Peaks

Die Auflagepads Mat S, die üblicherweise beim D-Dome 6 Classic dabei sind, können in diesem besonderen Anwendungsfall weggelassen werden, da die SpeedRail Schiene mit den SpeedClips sicher auf dem Trapezblech befestigt ist. Mit den Dome 6.10 SD und den Peaks kann eine Aufständerung von zusätzlich 10° auf einem Trapezblech, welches eine Dachneigung < 10° hat, realisiert werden. Die Domes 6.10 SD und die Peaks wurden mittels der Einlegemutter und der Zylinderkopfschraube an der SpeedRail Schiene befestigt. Diese Sonderlösung kann aktuell noch nicht im digitalen Tool K2 Base geplant werden. Diese Teile haben wir dafür gebraucht:

Komponenten für die Sonderlösung, © K2 Systems

So kommst du zu dieser Lösung

Zuerst planst du in K2 Base ein Flachdach mit Folieneindeckung und dem System D-Dome 6.10 Classic. Als zweites verkleinerst du die maximale Blockgröße auf 8,8 m und speicherst die Planung. Das Projekt kann jetzt heruntergeladen werden und zusammen mit den Informationen des Trapezbleches (Blechdicke, Gesamthöhe inkl. Sicke, Sickenabstand und Material) an deine*n Memodo Ansprechpartner*in geschickt werden. K2 rechnet im Anschluss die Modulfelder durch und schickt uns die angepasste Stückliste und die statischen Nachweise für das System, welche wir an dich weiterleiten.

Digitale Helfer: DocuApp + Base

Beim Projektstart können die Daten vor Ort direkt in der K2 DocuApp erfasst werden. So kann die Vorplanung erledigt, der Kundencheck durchgeführt und die Daten entweder direkt ins Planungstool K2 Base überspielt werden oder du schickst deine Projektdaten an deinen Memodo Ansprechpartner*in für die weitere Planung.

Der weitere Projektverlauf kann in der App mit Daten zum Speicher, dem Wechselrichter zu den Modulen dokumentiert werden. Der*ie Kunde*in kann die Anlage am Ende dann mit einer Unterschrift direkt über das Handy/Tablet abnehmen. Die komplette Dokumentation kann als PDF heruntergeladen und dann abgelegt werden. In der DocuApp kann außerdem eine Anleitung für eine Marktstammdatenregistrierung für den Anlagenbesiter*innen heruntergeladen werden. Während der Trainingstage spielten wir einen Prozess durch.

Planen, planen, planen

Gerade bei größeren Anlagen kann Planungssupport nicht schaden. Bei uns sprichst du dafür deine*n persönlichen Ansprechpartner*in im Vertriebsaußendienst oder Vertriebsinnendienst an. Du wirst im ersten Schritt mit einem Erfassungsbogen versorgt, den du mit den Projektdaten füllst. Dieser geht wieder zurück an deine*n Ansprechpartner*in. Unsere Planungsabteilung plant das Projekt für dich. Der Projektbericht inklusive Artikelliste wandert zu dir. Du prüfst ihn und bestellst die Artikel.

Fazit

Trainings sind gut und wichtig, gerade wenn sie so tief gehen wie bei unseren K2 Trainingstagen. Für uns wurden praktisches Üben und Montieren unter erfahrener Anleitung, ausgewählte Theorie und Einblicke ins Unternehmen verknüpft. Bei K2 Systems waren wir 2 Tage vor Ort.

Ein Fokus des Trainings lag auf dem Dome 6.10 System, das wir auch als Sonderlösung für das Trapezblech aufbauten. Wir übten uns außerdem in den digitalen Produkten K2 Docu App und K2 Base und erfuhren, wie sie das Installateur*innenleben noch einfacher machen können. Wer sich weiter Austoben möchte und noch mehr Tipps zur Montage und Planung braucht kann zur Video-Plattform K2 Training greifen.

Zusammengefasst:

  • Wir waren mit unsrem Planungs-, Produktmanagement und Einkaufsteam bei K2 Systems für Trainingstage vor Ort.
  • Sie standen unter den Themen: Produktkenntnisse und Montagefertigkeiten vertiefen, digitale Helfer besser kennenlernen und tiefe Einblicke ins Unternehmen sammeln.
  • Montiert hat unser Team selbst unter anderem das Dome 6.10 System als Sonderlösung fürs Trapezblech sowie das SingleRail System auf einem Ziegeldach inklusive Flexen der Ziegel.