Grüneres Wallbox-Laden: Keba KeContact P30 und Solar-Log

Eine Wallbox wird grüner: Nicht jede Wallbox kann das Elektroauto mit PV-Strom tanken lassen. Keba arbeitet mit Solar-Log zusammen, um durch den Datenlogger grüneres Wallbox-Laden möglich zu machen und hoch zu halten. Wir nehmen die Zusammenarbeit unter die Lupe und die Produkteigenschaften der KeContact P30 gleich dazu.

PV-Überschussladen mit Solar-Log

Für mehr Eigenverbrauch kann der von der PV-Anlage erzeugte und übrige Strom das E-Auto laden. Zwei Methoden sind dafür ideal: PV-Überschussladen mit potentialfreiem Kontakt und wattgenaues PV-Überschussladen mit Steuerungseinheit. Mit einer Steuerungseinheit passt sich die Ladeleistung immer an den verfügbaren solaren Überschuss an.

Keba arbeitet für diese Wallbox-Funktion mit Solar-Log zusammen. Zur Keba KeContact P30 Wallbox kannst du zum Beispiel das Hardwaregerät Solar-Log Base 15 installieren. Neben der Überwachung und Steuerung der PV-Anlage stellt Solar-Log dabei sicher, dass die Wallbox nur mit der Energie vom Dach tankt. Der Ladevorgang startet dabei erst, wenn mindestens 1,3 kW Leistung je Phase verfügbar sind. Das bietet Solar-Log Base noch:

  • PV-Überschussladen mit bis zu einer Keba Wallbox (C- und X-Series)
  • Überwachung und Visualisierung von bis zu 6 Wallboxen, der PV-Anlage und des Batteriespeichers
  • Einspeisemanagement der PV-Anlage
  • Solar-Log Energiemanagement
  • Optionale Direktvermarktungsschnittstelle
Solar-Log Base 15

Leider kann Solar-Log den Netzanschlusspunkt noch nicht überwachen. Wir hoffen, dass diese Funktion schnell integriert wird, auch wenn sie für den Eigenheimbereich weniger wichtig ist. Falls du es noch nicht wusstest: Solar-Log gehört zum bekannten Datenlogger-Hersteller Solare Datensysteme GmbH (SDS), der seine Produkte weltweit vertreibt.

Eine KeContact P30, viele Versionen

Mit den Solar-Log Geräten sind die Keba KeContact P30 C-Series und X-Series Wallboxen auf PV-Überschussladen eingestellt. Keba setzt auf ein Produkt, dass in verschiedenen Ausprägungen, Varianten und Ausstattungsserien verschiedene Anwendungsfälle bedient. Die KeContact P30 kommt als E-Series, B-Series, C-Series, X-Series und Deutschland-Edition. Die 3-phasigen Wallboxen haben eine maximale Ladeleistung von 22 kW, lassen sich aber auf 11 kW begrenzen oder auch 1-phasig anschließen und sind damit KfW-förderfähig.

Die Ladestationen gibt es mit Ladekabel oder mit Buchse und entweder mit einem MID-konformen oder sogar mit einem eichrechtskonformen Zähler. Die Deutschland-Edition erfüllt die Mindestanforderung der KfW-Förderung und ist damit eine „einfache“, nicht steuerbare Wallbox mit 11 kW Ladeleistung. Alle Produkteigenschaften der Keba KeContact P30:

  • Ladeleistung: bis zu 22 kW
  • Bis zu 16 Ladepunkte
  • MID- oder eichrechtskonformer Zähler
  • Dynamisches Lastmanagement
  • DC-Fehlerstromerkennung
  • Backend-Anbindung Open Charge Point Control (OCPP) an externen Abrechnungsdienstleister
  • Internes Abrechnungssystem (nur mit einer Wallbox der X-Series)
  • Optional: Zugangsbeschränkung via RFID

Die Keba C-Series und X-Series haben diese Spezifikationen:

Variante     Leistung    Variante    Zähler   
Deutschland Edition 11 kW    Typ 2 Kabel    einfach   
C-Series    22 kW    Typ 2 Buchse    einfach   
C-Series    22 kW    Typ 2 Buchse    MID-konform
C-Series    22 kW    Typ 2 Kabel    MID-konform
C-Series    22 kW    Typ 2 Buchse    Eichrechtskonform   
C-Series    22 kW    Typ 2 Kabel    Eichrechtskonform   
X-Series    22 kW    Typ 2 Buchse    MID-konform
X-Series    22 kW    Typ 2 Kabel    MID-konform
X-Series    22 kW    Typ 2 Kabel    Eichrechtskonform   
X-Series, GSM    22 kW    Typ 2 Buchse    Eichrechtskonform   
X-Series, GSM    22 kW    Typ 2 Kabel    Eichrechtskonform   

Auch für Großes gemacht

Bei Ladeparks oder größeren Anlagen empfehlen wir dir, einmal eine P30 X-Series Wallbox einzusetzen. Sie fungiert als Master und steuert dann weitere C-Series Wallboxen in einem System. Damit lässt sich der Leistungsbezug am Netzanschlusspunkt überwachen und die Ladeleistung wird automatisch reduziert, bevor der Leistungsbezug zu groß wird.

Auch protokolliert die Mastereinheit die Energiemenge je Ladevorgang. Damit nachvollziehbar wird, wer wann und wie viel getankt hat, muss jeder Ladevorgang über einen Radio-Frequency Identification (RFID)-Chip autorisiert werden. Willst du die Wallboxen an einen öffentlichen Ladedienstleister anschließen, so ist das via OCPP möglich.

Die Keba KeContact P30 ist schon die dritte Wallbox-Generation von Keba, die ihren Firmensitz in Linz haben. Mittlerweile ist Keba weltweit aufgestellt und steht für innovative Automatisierungslösungen. Sie bieten Lösungen für die Bereiche Industrie-, Bank-, Logistikautomation, Lotterie, Heizungssteuerung und Elektromobilität.

Fazit

KEBA Wallboxen sind ausgereifte Produkte die du sowohl im öffentlichen, halböffentlichen als auch im privaten Bereich einsetzen kannst. Durch die Kompatibilität mit Solar-Log wird PV-Überschussladen und damit ein grüneres Wallbox-Laden für die Wallboxen der C-Series und X-Series möglich. Durch die Anbindung an die Solar-Log Hardware und das Monitoring kann auch der Wallbox-Betrieb im etablierten PV-Überwachungssystem visualisiert werden. Die KeContact P30 kann dank verschiedenen Ausstattungsserien unterschiedlichste Anforderungen bedienen. Optional ist sogar eine Zugangsbeschränkung via RFID möglich.

Zusammengefasst:

  • Je grüner desto besser: PV-Überschussladen erhöht den Eigenverbrauch und nutzt übrigen Strom aus der eigenen PV-Anlage. Mit Solar-Log kann auch die Keba Wallbox PV-Überschuss laden.
  • Solar-Log bietet das Hardwaresystem Solar-Log Base 15, dass als Steuerungseinheit läuft und die Ladeleistung anpasst. Der Wallbox-Betrieb kann im Online-Portal Solar-Log WEB Enerest zusammen mit der PV-Anlage und dem Speicher gespiegelt werden.
  • Die Keba KeContact P30 kommt in verschiedenen Serien mit bis zu 22 kW Ladeleistung.