Durchblick im Förderdschungel: Förderung Brauchwasser-Wärmepumpe

Es gibt ein neues Marktanreizprogramm. Darin taucht auch die Brauchwasser-Wärmepumpe auf. Wir haben für euch zusammengetragen welche neuen Richtlinien für den Einbau gelten und wie die Förderung Brauchwasser-Wärmepumpe beantragt wird.

Das Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Technologien, die Gebäude mit Wärme oder Kälte füttern und dabei auf erneuerbare Energien setzen. Die Förderrichtlinien wurden im Dezember 2019 komplett überarbeitet. Größte Neuerung: Zuschüsse kommen nicht mehr als Festbetrag, sondern als Anteilsfinanzierung auf Basis der förderfähigen Investitionskosten. Welche Wärmeerzeuger förderfähig sind verrät ein Merkblatt.

Heizungsanlage in Kombination mit einer Wärmepumpe

Auch der Einbau einer Warmwasser-Wärmepumpe kann unterstützt werden. Möglich ist die Förderung Brauchwasser-Wärmepumpe, wenn eine konventionelle Heizanlage (Öl/Gas) modernisiert wird. Besonders interessant wird es, wenn die Warmwasseraufbereitung vom Wärmeerzeuger entkoppelt wird. Hier bietet eine Brauchwasser-Wärmepumpe erhebliches Einsparpotential, besonders in Kombination mit Überschussstrom aus einer Photovoltaikanlage.

Förderung Brauchwasser-Wärmepumpe Beispielgerät Ecodesign

Beispiel Brauchwasser-Wärmepumpe

Vorteile einer Wärmepumpe

In den Sommermonaten läuft die Heizanlage normalerweise nur im Warmwasserbetrieb. Der Heizbetrieb fällt durch die witterungsgeführte Regelung aus. Hier sehen wir großes Einsparpotential, da die Warmwasserbereitung autark stattfindet. Die Anschaffungskosten einer Brauchwasserwärmepumpe sind überschaubar und amortisieren sich nach wenigen Jahren. Die Effizienz ist höher als beim Einsatz von Heizstäben zur Nachrüstung für Überschussstrom aus Photovoltaikanlagen.

Welche Voraussetzungen sind für die Förderung Brauchwasser-Wärmepumpe zu erfüllen?

Das BAFA fördert den Einbau von Warmwasser-Wärmepumpen 2020 nur, wenn das Heizsystem modernisiert wird. Die Anlage muss mindestens sieben Jahre in Betrieb bleiben, ansonsten muss ein Teil zurückbezahlt werden. Es spielt keine Rolle, ob bei der Nachrüstung einer Ölheizung ein bivalentes (Heizanlage, die zwei Energiequellen nutzt) oder ein alternativ bivalentes System (hier heizt entweder die Wärmepumpe oder ein zweiter alternativer Erzeuger) verwendet wird.

Wie hoch ist die Förderung Brauchwasser-Wärmepumpe?

Zu den förderfähigen Kosten gehören Kosten für Beratungs- und Planungsleistungen, Anschaffungskosten, Demontage und Montage sowie Installation. Die voraussichtliche Förderhöhe muss vom Heizungsfachmann individuell im Vorfeld beurteilt werden, da die baulichen Gegebenheiten sehr stark variieren.

Wie läuft die Antragsstellung ab?

Im Vorfeld müssen keine Unterlagen für die Förderung Brauchwasser-Wärmepumpe eingereicht werden. Nach dem Einbau gehen Rechnungen und Belege an das BAFA. Spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes ist der Verwendungsnachweis über das elektronische Formular auf der BAFA‐Homepage einzureichen. Die Bewilligung des Antrags kann sich auf Monate ziehen, eine verbindliche Angabe gibt es hier nicht.

Zusammengefasst:

  • Nur wenn eine Heizanlage modernisiert wird und die Warmwasserbereitung vom Wärmeerzeuger entkoppelt ist, fördert das BAFA den Einbau einer Brauchwasser-Wärmepumpe.
  • Wie hoch die Förderung ausfällt, beurteilt der Heizungsfachmann vorher für den individuellen Fall.
  • Nach dem Einbau gehen Rechnungen und Belege an das BAFA, um den Förderbetrag zu berechnen.