Photovoltaik und Bosch Luft-Wasser-Wärmepumpe: Heizen der Zukunft

2026 ist Schluss mit Öl-Heizungen, dann schiebt die Bundesregierung dem Verkauf dieser Heizsysteme einen Riegel vor. Schon jetzt gibt es sehr gute Alternativen zum Beispiel eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Heizungsmarke Bosch setzt auf diese Technik. Wir haben uns mit Desislava Miteva und Swen Bachmann, Portfoliomanagerin und Produktmanager bei Bosch Thermotechnik Deutschland, ausgetauscht und erfahren, wie das Heizen der Zukunft aussehen kann, was sich in puncto Bosch Luft-Wasser-Wärmepumpe gerade tut und was die Kooperation mit Fronius bringt.

Heizen mit Öl war gestern. Wie sieht für Bosch das Heizen der Zukunft aus?

Desislava Miteva: Die Heizungsmarke Bosch richtete sich schon früh in Richtung Klimaschutz aus und trägt mit ihren Heizlösungen aktiv dazu bei, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Wärmepumpen und Hybrid-Geräte (Heizkessel in Kombination mit Wärmepumpen), Solarthermie oder Photovoltaik, übernehmen diese Aufgabe langfristig bei Heizungsmodernisierungen und Neubau-Projekten. Mit unserer schalloptimierten Luft-Wasser-Wärmepumpe Compress 7001i AW und der speziell für den Neubau entwickelten, besonders leisen Variante Compress 7400i AW, bietet Bosch Systeme zum Heizen und Kühlen von 5 bis 13 kW an. Die Inverter-Technologie, mit dem dazu entwickelten Energiemanager vom Bosch, ermöglicht eine präzise und bedarfsgerechte Leistungsregelung dieser Wärmepumpen nach dem zur Verfügung stehenden Solarstrom. Das steigert effektiv die Eigenstromnutzung. Der Energiemanager ist integriert im SmartHome und kann zusätzlich weitere Stromverbraucher im Haushalt einbinden und so die Eigenstromnutzung weiter erhöhen.

Warum ist die Sektorenkopplung aktuell so wichtig?

Desislava Miteva: Eine intelligente Sektorenkopplung ist ein wesentlicher Baustein, um den CO₂-Ausstoß zu senken. Die Energie selbst zu erzeugen, um sie optimal für Heizen, Kühlen und Warmwasser sowie für den Haushalt und die Mobilität zu nutzen, bietet große Potenziale. Jedoch um die Ziele der Energiewende zu erreichen, muss die Sektorenkoppelung auch über das Eigenheim hinaus gesteigert werden, z.B. mit Hilfe von Schnelladestationen, Brennstoffzellen und Elektrospeichern.

So kann ein Systemaufbau aussehen

Was machen Wärmepumpen als Heizung so attraktiv?

Desislava Miteva: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet sehr ökologisch, sie bezieht ein Viertel der für die Wärmeerzeugung benötigten Energie aus der Umwelt. Seit diesem Jahr gibt es für Wärmepumpen auch attraktive staatliche Zuschüsse über das Marktanreizprogramm der BAFA. Wählen Hauseigentümer eine Wärmepumpe für einen Neubau, unterstützt sie der Bund mit 35 % der Investitionskosten. Geht es um eine Modernisierung und ersetzt eine Wärmepumpe eine Ölheizung, gibt es sogar 45 % der Modernisierungskosten.

Energiemanagement wird immer wichtiger. Wie kommt‘s?

Swen Bachmann: Ein intelligenter Energiemanager ist notwendig, um den selbsterzeugten Strom ohne Komfortverlust clever und effizient für den eigenen Haushalt zu nutzen, auch wenn niemand zuhause ist. Mit der transparenten Darstellung der Stromflüsse für den Nutzer, werden weitere individuelle Energieoptimierungen möglich. So steigert sich die Eigenstromnutzung und die Betriebskosten werden effektiv gesenkt. Für das Energiemanagement werden neben der Software, eine Wärmepumpe von Bosch und eine Photovoltaikanlage mit einem Fronius Wechselrichter der Serie Symo benötigt. Optional kann ein Batteriesystem zur Stromspeicherung eine sinnvolle Ergänzung sein. Kommen noch weitere smarte Haushaltsgeräte, wie eine Waschmaschine und Küchengeräte dazu, ist die energieeffiziente Konstellation perfekt. So können mit 100 % ökologischem Strom Wohnräume und das Wasser zum Duschen am Tag für den Abend vorgeheizt werden.

Bosch Thermotechnik kooperiert mit Fronius. Was steckt dahinter?

Swen Bachmann: Mit Fronius als Kooperationspartner hat die Heizungsmarke Bosch einen kompetenten Partner mit qualitativ hochwertigen Produkten im gleichen Zielmarkt und Vertriebsweg gefunden. Mit dem Energiemanager von Bosch und einem Service aus einer Hand haben wir das Ziel, dem Fachhandwerk eine besonders intelligente, aber auch einfache Plug-and-Play Lösung für die Sektorenkoppelung anzubieten. Das erfordert eine klare Abgrenzung der Einsatzbereiche und statt simplen ON/OFF Kontakten, frei getestete Systeme mit intelligenter Bus-Kommunikation.

Unser Fazit:

Sektorenkopplung und Energiemanagement sind zwei Schlagworte, die immer wichtiger werden. Bosch setzt mit seiner invertergeregelten Luft-Wasser-Wärmepumpe Compress 7001i/7400i AW und dem Energiemanager hier an. Die Wärmepumpen sind für Neubauten aber auch Modernisierungen entwickelt und sind in verschiedenen Leistungsklassen bis 13 kW erhältlich. Durch die Kooperation mit Fronius kann die Luft-Wasser-Wärmepumpe von Bosch intelligent auf Bus-Ebene mit den Fronius Wechselrichtern kommunizieren und wird bzgl. Kompatibilität bei jeden Neuprodukt oder Softwareupdate als Gesamtsystem von uns getestet.

Unsere Interviewpartner:

Desislava Miteva, Portfoliomanager für Elektrifizierung bei Bosch Thermotechnik Deutschland

Swen Bachmann, Produktmanager für Systemregelungen und Energiemanagement bei Bosch Thermotechnik Deutschland